Tag der erneuerbaren Energien
Energiepass

Rund um das Thema Energie


Der Begriff Energie wird im physikalischen Sinne als die Fähigkeit eines Körpers oder Systems Arbeit zu leisten bezeichnet. Diese Definition wurde vom schottischen Physiker William John Macquorn Rankine im Jahr 1852 eingeführt. Er leitet sich aus dem Griechischen ab: εν = in, innen und εργσν = Werk, Wirken. Die Energie eines Systems lässt sich selbst nicht messen, sie wird berechnet oder über die durch sie verrichtete Arbeit bestimmt.

Die Einheit der Energie und Arbeit ist J (Joule): J = kg m²/s² = Nm = Ws

Bei der Betrachtung der Energie im Gebäude wird die Einheit kWh z. B. für die gelieferte Menge an Strom bevorzugt.

1 kWh = 3,6 * 10 J

Hier eine Aufzählung unterschiedlicher Brennstoffe mit ihren gebundenen chemischen Energien, die bei einer Verbrennung frei wird. Angeben ist hier der Heizwert. Dies bedeutet, dass Wasser nach der Verbrennung gasförmig vorliegt.

 Heizöl EL  10,0 kWh/l
 Erdgas L und H  9,6 kWh/m³
 Holz  3,9 - 4,9 kWh/kg
 Flüssiggas  6,8 kWh/l


Dabei ist zu berücksichtigen, dass die eingesetzten Brennstoffe und die entstehenden Gase jeweils mit 25°C vorliegen. Da aber die Temperatur des Abgases nach einer Verbrennung im allgemeinen höher als 25°C ist, liegen real ohne Verwendung der Brennwerttechnik Verluste zu diesen theoretischen Werten vor.

Bei der Verwendung der Brennwerttechnik wird ein Teil des gasförmigen Wassers auskondensiert und so die freiwerdene Kondensationswärme zum Heizen der Warmwasser-Pumpenheizung genutzt. Dabei können Wirkungsgrade über 100% bezogen auf den Heizwert erzielt werden. Für die Effizienz der Brennwerttechnik ist eine niedrige Rücklauftemperatur des Heizungssystems wichtig. Diese kann durch Flächenheizung und/oder hohen Dämmzustand des Gebäudes erreicht werden.

Bioenergie/Biomasse = chemische Energie

Geothermie = thermische Energie

Solarenergie = Strahlungsenergie

Wasserkraft = potentielle und kinetische Energie

Windenergie = kinetische Energie


dena - Deutsche Energie Agentur